Theater für Kinder ab vier Jahren
Spiel/Stückentwicklung: Martin Heesch
Regie/Stückentwicklung: Andreas Mihan
Premiere So 24.05.2026 – 16 Uhr
ABC Hirschgarten, Berlin Köpenick (schlossplatztheater.de)

Grundidee der Geschichte
Inspiriert von dem Kinderbuch „Der langsame Weg zum Glück – ein Schneckenabenteuer“ von Luis Sepúlvedas, in der eine Schnecke wissen will, warum sie so langsam ist und keinen eigenen Namen hat, entwickeln wir unsere eigene Schneckengeschichte.
In unserem Stück trainiert die Schnecke „Langsam Langsam“ (das rufen ihr die anderen Schnecken immer zu) ihre Muskeln, um die schnellste aller Schnecken zu werden. Dadurch wird sie zur Außenseiterin, verläßt ihre Schneckenfamilie und macht sich auf ihren Weg. Sie begegnet einer Schildkröte, die schon ganz schön schnell ist und auf deren Rücken sie in die nächste Stadt reist. Der schnelle Straßenverkehr begeistert und beängstigt sie zugleich. Schließlich lernt sie den ehemaligen, erfolglosen Formel 1 – Rennfahrer Rudi Schneller kennen. Rudi wollte immer der schnellste sein, fuhr aber nie ein Rennen zu Ende, da es ihn immer überschlug oder er aus der Kurve flog. Dank seiner Schutzengel überlebte er all das und gelangte aufgrund seiner spektakulären Unfälle eine gewisse Berühmtheit. Die beiden verstehen sich auf Anhieb, erzählen sich ihre Erlebnisse, „philosophieren“ über die Vor- und Nachteile von Langsamkeit und Hochgeschwindigkeit und machen Experimente, um das exakt richtige Tempo für die verschiedensten Situationen zu finden – der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.
Thematik:
Mit spielerischer Leichtigkeit geht es in dieser Abenteuergeschichte um die Themen Außenseiter, Entschleunigung, Wahrnehmung und vor allem Freundschaft.
Umsetzung / Inszenierung:
Anhand eines dramaturgischen Fadens werden die einzelnen Szenen durch Improvisation entwickelt. Parallel dazu entwickeln wir Darstellungsarten für die Schnecke – in voller Größe als Mensch, oder mit der Hand (Zeige- und Mittelfinger als Fühler, mit Augen versehen, ein Schneckenhaus auf dem Handrücken) oder? – wie spricht eine Schnecke?
Der Charakter des Rennfahrers wird erarbeitet – vielleicht spricht er so schnell, das er sich dauernd verhaspelt? Ist er traurig oder gut gelaunt?
Requisiten wie ein Helm mit Visier oder eine Carrera-Bahn werden ausprobiert und ins Spiel integriert.
Das Spielerische und die Beziehung der beiden Hauptfiguren stehen dabei im Zentrum – Mittel des Objekt- und Erzähltheaters werden integriert.
Ziel und Wunsch der Inszenierung:
In dieser Zeit, die für Kinder – zum Teil auch verursacht durch die Digitalisierung (Kinder sitzen oft stundenlang vor Videospielen) – teilweise immer schneller und hektischer wird, wollen wir mit „Langsam Langsam! – die schnellste Schnecke der Welt“ einen Gegenpol erschaffen und gemeinsam entdecken, welche spannenden Dinge man nur in Langsamkeit erleben kann. Ein kleiner Geschwindigkeitsrausch darf aber natürlich auch nicht fehlen.